UNESCO-Welterbetag am 7. Juni an der Pagode
Präsentation des Projektes „Nicht nur Sokrates hatte eine Eremitage“: Anlässlich des UNESCO-Welterbetags am 7. Juni lud der Verein auch in diesem Jahr traditionell zur Pagode ein, die am diesen Tag für Besichtigungen geöffnet war. Nach der Begrüßung durch unsere Vereinsvorsitzende Brigitte Bergholter hielt der Kunsthistoriker Gerd Fenner einen kurzen Vortrag über die Geschichte der Pagode und des historischen Dorfes Mulang. Anschließend präsentierte unser Vorstandsmitglied Jürgen Fischer, Vorsitzender des Geschichtsverein Kassel, unser neuestes Vereinsprojekt „Nicht nur Sokrates hatte eine Eremitage“, erläuterte wissenswerte Hintergründe zur Geschichte der Eremitage des Sokrates und stellte die kreative Aktion „Geschichte von der Wäscheleine“ vor. Mit diesem Projekt möchten wir besonders Jugendliche und junge Erwachsene dazu gewinnen, den Bergpark zu besuchen, und den spannenden Dreiklang von Philosophie, historischer Gartengestaltung und Baugeschichte zu erleben.
Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich für die großzügige Spende der Sparda-Bank in Höhe von 5.000 € zur Unterstützung dieses Projektes und freuen uns sehr über diese wertvolle Anerkennung unserer Arbeit.
Die Veranstaltung fügte sich in das diesjährige Motto des UNESCO-Welterbetags „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ ein, indem sie die Eremitage des Sokrates als einen Ort des lebendigen Austauschs vorstellte. Sokrates erinnert uns daran, wie unverzichtbar das offene Gespräch für unsere Demokratie ist. In einer Zeit zunehmender Polarisierung ist die Förderung des diskursiven Denkens, also die Fähigkeit, andere Positionen unvoreingenommen anzuhören und die eigene zu reflektieren, wichtiger denn je.
Die Sängerinnen der Gruppe „Pianissima“ überraschten mit Strophen aus Friedrich Schillers berühmtem Gedicht „An die Freude“, weltbekannt durch die Beethoven Vertonung in der 9. Sinfonie, mit einem spannenden Bogen von einer klassischen Version bis hin zu einer modernen Rap-Interpretation. Der bekannte Rezitator Bernd P. R. Winter brachte die berühmte Verteidigungsrede des Sokrates eindrucksvoll auf die Bühne. Wir haben uns außerdem sehr darüber gefreut, dass der Förderverein Neue Herkulesbahn Kassel e. V. vor Ort war, dessen Vertreter den Besucherinnen und Besuchern für Fragen und anregende Gespräche rund um ihr spannendes Projekt zur Verfügung standen.
Text: Jürgen Fischer und Sonja Rossettini
Foto: Sonja Rossettini und Jürgen Fischer
